Lokaler Aktionsplan
Beschreibung des Lokalen Aktionsplans
   
1

Beschreibung der besonderen Problemlage im Fördergebiet zur Thematik Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus Inhalte...

   
2  

Analyse der vorhandenen Netzwerke, zivilgesellschaftlichen Initiativen und weiteren Partner und Ressourcen Inhalte...

     
3  

Darstellung der bisherigen Maßnahmen und Aktivitäten gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus sowie deren fachliche Einschätzung Inhalte...

     
4  

Ziele Inhalte...

     
5  

Handlungskonzept Inhalte...

     
6  

Kurzdarstellung der Projektideen Inhalte...

     
7  

Zielgruppen Inhalte...

     
8  

Gender Mainstreaming Inhalte...

     
9  

Öffentlichkeitswirksame Maßnahmen Inhalte...

     
10  

Gewährleistung der internen Kommunikation zwischen den beteiligten Akteur(inn)en Inhalte...

     
11  

An der Entwicklung des Lokalen Aktionsplans beteiligte
Akteurinnen und Akteure
Inhalte...

     
12  

Begleitausschuss Inhalte...

     
13  

Ämternetzwerk Inhalte...

     
14  

Einbindung des Lokalen Aktionsplans in bestehende oder geplante
kommunale Entwicklungsprozesse
Inhalte...

     
15  

Controlling der Umsetzung des Lokalen Aktionsplans Inhalte...

     
16   Maßnahmen zur Selbstevaluation und Qualitätssicherung der Einzelprojekte Inhalte...
     
 
1 Beschreibung der besonderen Problemlage im Fördergebiet zur Thematik Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus.
 
Der in Mittelhessen gelegene Landkreis Limburg-Weilburg setzt sich aus 5 Städten und 14 Gemeinden zusammen und hatte am 31.03.2006 175.328 Einwohner. Der Ausländeranteil liegt bei knapp 8 %. Nach einer Hochrechnung, die auf den Zuzugszahlen der letzten Jahre in die Übergangswohnheime basiert, kann davon ausgegangen werden, dass sich zudem ca. 13.000 Aussiedler im Landkreis Limburg-Weilburg aufhalten.

Im Landkreis Limburg-Weilburg gibt es eine Reihe von Hinweisen, dass insbesondere bei Jugendlichen Werte wie Toleranz und Demokratie an Bedeutung verlieren und eine Verfestigung und Ausbreitung rechtsradikaler, fremdenfeindlicher und antisemitischer Tendenzen diagnostiziert werden muss.

Die Offenheit einheimischer Jugendlicher gegenüber Personen mit Migrationshintergrund, speziell gegenüber der Gruppe der Aussiedler aus Russland, hat stark abgenommen. Die Jugendlichen mit Migrationshintergrund fühlen sich häufig aufgrund ihrer Herkunft gesellschaftlich ausgegrenzt.

Trotz intensiver Bemühungen fallen diese Jugendlichen beim Übergang von Schule in das Berufsleben auch durch das bestehende Netzwerk. Das Scheitern an dieser für die langfristige Integration entscheidenden Schwelle führt oft zu Formen von Extremismus, insbesondere Rechtsextremismus als Bewältigungsstrategie. Eine Situation, die sich im Landkreis Limburg-Weilburg mit sinkendem Ausbildungsplatzangebot verschärft.

Die Zahl der Jugendlichen, die über ausreichende soziale Kompetenzen verfügen, Konflikte mit demokratischen Mitteln zu lösen, nimmt ständig ab. Dieses Phänomen kann vor allem bei männlichen Jugendlichen aus unteren sozialen Schichten mit einem geringeren Bildungsniveau beobachtet werden. Die Jugendlichen schließen sich häufig zu Cliquen zusammen und fallen in der Öffentlichkeit sowohl durch ausländerkritische und fremdenfeindliche Äußerungen als auch durch eine hohe Gewaltbereitschaft und Alkoholkonsum auf. Die örtlichen Jugendtreffs und Jugendräume werden von ihnen nicht frequentiert, sie tendieren häufiger zu Zusammenkünften mit Gleichgesinnten außerhalb der Stadt oder Gemeinde. Die bereits bestehenden allgemeinen Präventionsangebote werden von dieser Gruppe Jugendlicher nicht angenommen.

Daher besteht aus unserer Sicht im Landkreis Limburg-Weilburg ein dringender Bedarf, den oben umrissenen Tendenzen und Entwicklungen möglichst frühzeitig mit zielgerichteten Präventionsstrategien entgegenzutreten. Individuelle Ausbildungsplatzangebote zu schaffen ist dabei eine Strategie. Weitere Angebote sollten unter der Beteiligung von lokalen zivilgesellschaftlichen Akteuren erarbeitet werden und darauf ausgerichtet sein, die demokratische Bürgergesellschaft des Landkreises Limburg-Weilburg zu stärken und Grundwerte wie Toleranz und Demokratie zu vermitteln.
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2 Beschreibung der besonderen Problemlage im Fördergebiet zur Thematik Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus.
 
Der in Mittelhessen gelegene Landkreis Limburg-Weilburg setzt sich aus fünf Städten und 14 Gemeinden zusammen und hatte am 31.03.2006 175.328 Einwohner. Der Ausländeranteil liegt bei knapp 8 %. Nach einer Hochrechnung, die auf den Zuzugszahlen der letzten Jahre in die Übergangswohnheime basiert, kann davon ausgegangen werden, dass sich zudem ca. 13.000 Aussiedler im Landkreis Limburg-Weilburg aufhalten.

Im Landkreis Limburg-Weilburg gibt es eine Reihe von Hinweisen, dass insbesondere bei Jugendlichen Werte wie Toleranz und Demokratie an Bedeutung verlieren und eine Verfestigung und Ausbreitung rechtsradikaler, fremdenfeindlicher und antisemitischer Tendenzen diagnostiziert werden muss.

Die Offenheit einheimischer Jugendlicher gegenüber Personen mit Migrationshintergrund, speziell gegenüber der Gruppe der Aussiedler aus Russland, hat stark abgenommen. Die Jugendlichen mit Migrationshintergrund fühlen sich häufig aufgrund ihrer Herkunft gesellschaftlich ausgegrenzt.

Trotz intensiver Bemühungen fallen diese Jugendlichen beim Übergang von Schule in das Berufsleben auch durch das bestehende Netzwerk. Das Scheitern an dieser für die langfristige Integration entscheidenden Schwelle führt oft zu Formen von Extremismus, insbesondere Rechtsextremismus als Bewältigungsstrategie. Eine Situation, die sich im Landkreis Limburg-Weilburg mit sinkendem Ausbildungsplatzangebot verschärft.

Die Zahl der Jugendlichen, die über ausreichende soziale Kompetenzen verfügen, Konflikte mit demokratischen Mitteln zu lösen, nimmt ständig ab. Dieses Phänomen kann vor allem bei männlichen Jugendlichen aus unteren sozialen Schichten mit einem geringeren Bildungsniveau beobachtet werden. Die Jugendlichen schließen sich häufig zu Cliquen zusammen und fallen in der Öffentlichkeit sowohl durch ausländerkritische und fremdenfeindliche Äußerungen als auch durch eine hohe Gewaltbereitschaft und Alkoholkonsum auf. Die örtlichen Jugendtreffs und Jugendräume werden von ihnen nicht frequentiert, sie tendieren häufiger zu Zusammenkünften mit Gleichgesinnten außerhalb der Stadt oder Gemeinde. Die bereits bestehenden allgemeinen Präventionsangebote werden von dieser Gruppe Jugendlicher nicht angenommen.

Daher besteht aus unserer Sicht im Landkreis Limburg-Weilburg ein dringender Bedarf, den oben umrissenen Tendenzen und Entwicklungen möglichst frühzeitig mit zielgerichteten Präventionsstrategien entgegenzutreten. Individuelle Ausbildungsplatzangebote zu schaffen ist dabei eine Strategie. Weitere Angebote sollten unter der Beteiligung von lokalen zivilgesellschaftlichen Akteuren erarbeitet werden und darauf ausgerichtet sein, die demokratische Bürgergesellschaft des Landkreises Limburg-Weilburg zu stärken und Grundwerte wie Toleranz und Demokratie zu vermitteln.
Analyse der vorhandenen Netzwerke, zivilgesellschaftlichen Initiativen und weiteren Partner und Ressourcen.

Das Programm „Jugend für Vielfalt“ kann nahtlos in die bestehenden Netzwerkstrukturen des Landkreises Limburg-Weilburg im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit (Arbeitsgemeinschaft der Jugendpflegen im Landkreis Limburg-Weilburg, Netzwerk gegen Rechts) und im Bereich der Integrationsarbeit (Arbeitskreise „Aussiedler“ und „Ausländer“) sowie im Bildungssektor („Arbeitskreis Schulsozialarbeit“/ Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Ausbildung und Beschäftigung) eingebunden werden. Es ist das Ziel des Fachbereiches Jugend, das Maßnahmeangebot durch die Einbeziehung weiterer Netzwerkpartner (z.B. Grundschulen, Vereine, Verbände) langfristig zu verselbständigen und dadurch die Nachhaltigkeit abzusichern. 
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3 Darstellung der bisherigen Maßnahmen und Aktivitäten gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus sowie deren fachliche Einschätzung.
 
Der Fachbereich Jugend des Landkreises Limburg-Weilburg verfügt im Bereich des erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes über umfangreiche Erfahrungen in der Initiierung und Umsetzung von Maßnahmen und Projekten gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus.
Seit mehreren Jahren finden für Multiplikatoren und die breite Öffentlichkeit in regelmäßigen Abständen Informationsveranstaltungen zu Themen wie z.B. „Symbolik und Musik der rechten Szenen“ oder „Rechtsextremismus im Internet“ statt. Im Rahmen dieser Veranstaltungsreihe wurden zudem zwei Aussteiger aus der rechten Szene (Adrian, Fischer) zu mehreren Diskussionsrunden eingeladen.
Initiiert wurde darüber hinaus ein jährlich stattfindender Aktionstag für Jugendliche, der zum Ziel hat, ein Zeichen gegen Gewalt und für ein tolerantes Miteinander zu setzen.
Darüber hinaus hat der Fachbereich Jugend mit Kooperationspartnern ein Netzwerk gegen Rechts aufgebaut, das sich in regelmäßigen Abständen trifft. Zu den Netzwerkmitgliedern zählen u.a. Vertreter von Schulen, Jugendpflegen, der Polizei und Initiativgruppen.
Mit der Durchführung erlebnispädagogischer Maßnahmen und mit freizeitpädagogischen Angeboten fördert der Fachbereich Jugend seit dem Jahr 2001 in Regionen des Landkreises mit hohem Migrantenanteil Kontakte zwischen Jugendlichen unterschiedlicher ethnischer und kultureller Herkunft. Es entstanden darüber hinaus mehrere Jugendräume, die im Rahmen von Projektarbeit mit einheimischen Jugendlichen und Jugendlichen mit Migrationshintergrund renoviert und zu betreuten Begegnungszentren ausgebaut wurden. Für die Zielgruppe der Erwachsenen fanden in diesen Regionen mehrere Begegnungsfeste statt.
Im Bildungssektor besteht eine enge Vernetzung mit der kreiseigenen Ausbildungs- und Beschäftigungsgesellschaft mit ihren ca. 1100 Teilnehmern in Ausbildungs- und qualifizierenden Beschäftigungsverhältnissen im Jahr. Hier sind auch verschiedene Beratungsangebote für Migranten angeschlossen.

Fachliche Einschätzung: Die bisherigen Aktivitäten der unterschiedlichen Träger der Jugendarbeit trugen insbesondere im Bereich der Integrationsarbeit dazu bei, dass Vorurteile zwischen einheimischen Jugendlichen und Jugendlichen mit Migrationshintergrund abgebaut werden konnten. Auch die Informationsveranstaltungen zu den Themenbereichen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit führten dazu, Jugendliche zu sensibilisieren, sich für ein tolerantes Miteinander einzusetzen. Aus unserer Sicht reichen die Aktivitäten jedoch bei weiten nicht aus, um den Bedarf an Maßnahmen und Projekten gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus im Landkreis zu decken.
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4 Ziele      

 

           

 

Leitziel   1  


         
      Kinder und Jugendliche im Landkreis Limburg - Weilburg verfügen über ein demokratisches Grundverständnis und lehnen Diskriminierung und Gewalt ab.
       
Mittlerziele 1.1
       
      Über die Verbundarbeit im Landkreis Limburg - Weilburg werden lokale Projekte initiiert, welche die Jugendlichen vor Ort in ihrer demokratischen Grundhaltung und aktiven Teilhabe am Gemeinwesen stärken.
       
  1.2
       
      Die pädagogischen Fachkräfte, Lehrer und Multiplikatoren im
Landkreis Limburg - Weilburg haben fundierte Kenntnisse zu Ursachen, Erscheinungsformen von Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und fehlender Integration und können diesen methodisch begegnen.
       
  1.3
       
      In Schulen, Einrichtungen der Jugendarbeit und Gemeinden werden Kinder und Jugendliche durch Partizipationsverfahren aktiv in demokratische Strukturen eingebunden.
       
Handlungsziele 1.1.1
       
     

Durchführung von Maßnahmen der außerschulischen Bildungs-arbeit mit Jugendlichen, vier demokratische Pilgerfahrten oder zwei Gedenkstättenfahrten. Fünf Geschlechtsspezifische und erlebnispädagogische Projekte für bildungsferne Jugendliche.

       
 
1.2.1
       
     

Durchführung von Infoveranstaltungen mit Lehrern, Sozial-pädagogen und Multiplikatoren zum Thema Demokratie-pädagogik und Erscheinungsformen von Rechtsextremismus.

       
1.3.1
       
     

Durchführung einer Zukunftswerkstatt mit Jugendlichen.

       
Leitziel 2    
       
     

Jugendliche aus bildungsfernen Familien ohne Ausbildung und mit rechten Orientierungen werden durch nahräumliche Netzwerke mit lokalen Akteuren in die Bereiche der gesellschaftlichen Teilhabe geführt.

       
Mittlerziele 2.1
       
     

Durch eine Auftaktveranstaltung auf der Ebene der Gemeinden mit allen lokalen Akteuren finden erste Zielabsprachen statt.

       
2.2
       
     

Schulen, Jugendarbeit, Gemeinden, Handwerksmeister und Geschäftsleute vernetzen sich durch Beteiligungsprojekte und deren Ergebnisse zu einem nahräumlichen Bildungsnetzwerk mit einem Blickwinkel auf bildungsbenachteiligte Jugendliche mit rechten Orientierungen und Jugendliche mit Migrations-hintergrund.

       
2.3
       
     

Bildungsbenachteiligte Jugendliche werden über ihre nahräumliche Verbundenheit, Anerkennungsstrukturen und
Berufsperspektiven in den Gemeinden befähigt, sich an dem Projekt zu beteiligen.

       
Handlungsziele 2.1.1
       
     

Mehrere Regionalkonferenzen mit verschiedenen Themen-schwerpunkten werden durchgeführt.

       
2.2.1
       
     

Seminar zum Aufbau interdisziplinärer Planungsstrukturen.

       
2.3.1
       
     

Selbsterprobung in arbeitsweltbezogenen Bereichen.

       
Leitziel 3    
       
     

Kinder, Jugendliche und deren Familie sowie Multiplikatoren sind ausreichend auf Krisenfelder in Bereich Gewalt, Drogen, Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Jugendschutz
qualifiziert.

       
Mittlerziele 3.1
       
     

Konzepterstellung für gemeindeorientierte Öffnung der Schulen in Verbindung Schulsozialarbeit und Jugendpflege.

       
3.2
       
     

Entwicklung und Durchführung von übergreifenden und Regionen bezogenen Angeboten und Maßnahmen im präventiven Bereich für Familien, Jugendliche und
Multiplikatoren
.

       
Handlungsziele 3.1.1
       
     

Qualifizierung von Schulsozialarbeiter.

       
3.2.1
       
      Vorträge, Seminar und Elternabende zu Erziehungskompetenzen sowie Aufklärung von Gefahren wie zum Beispiel:
Medienmissbrauch, Toleranzschulung und Antragstellung.
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5   Handlungskonzept
   
      Für den Landkreis Limburg-Weilburg gibt es folgendes Handlungskonzept:
   
    I. Vorbereitende Phase:
       
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  Interessenbekundungsverfahren

Einschätzung der Bedarfslage durch den Fachbereich Jugend des Landkreises Limburg-Weilburg

Bildung des Begleitausschusses

Erstes Treffen des Begleitausschusses im Juni 2007

Veröffentlichung des Interessenbekundungsverfahrens über die Presse

Benennung der Koordinierungsstelle

Befragung zur Ermittlung der Bedarfslage in den einzelnen Städten und Gemeinden des Landkreises Limburg-Weilburg über den Sozialen Dienst des Fachbereiches Jugend

Konzepterstellung des LAP auf der Grundlage der Bedarfslage
         
    II. Weitere Planungen:
       
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  Schaffung einer Koordinierungsstelle bei der Gesellschaft für Ausbildung und Beschäftigung

Vorstellung des LAP in der Jugendhilfeausschusssitzung, der Bürgermeisterdienstversammlung und im Kreistag

Informationsveranstaltung und Pressegespräch auf Kreisebene

Auswahl einer Gemeinde unter Beteiligung des Begleitausschusses. Im weiteren Verlauf des LAP sollen weitere Gemeindeverbünde in den LAP aufgenommen werden.

Informationsveranstaltung zur Struktur und Zielsetzung des LAP auf der Gemeindeebene

Netzwerkbildung

Durchführung eines ersten Beteiligungsprojektes im sozialen Nahraum

Netzwerkqualifizierung
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6   Kurzdarstellung der Projektideen
         
      Zielgruppe Jugendliche:
 
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Veranstaltungsreihe für Jugendliche „Demokratie-Pilgerweg 2008“: Vorbereitung, Auftaktveranstaltung, viertägige Pilgeretappen, Demokratie-Abschlussfest und Demokratie-Pilgerfahrt nach Berlin.

Zwei Gedenkstättenfahrten im Jahr 2008 mit Haupt- und Realschülern.

Sechsmonatige geschlechtsspezifische erlebnispädagogische Veranstaltungsreihe in 2008 mit männlichen bildungsfernen Jugendlichen.

Durchführung einer zweitägigen Zukunftswerkstatt für Jugendliche der ausgewählten Gemeinde im Jahr 2008.

Durchführung von Workshops in verschiedenen Einrichtungen und Betrieben der ausgewählten Gemeinde in 2008.

 


 

Zielgruppe Akteure des lokalen Netzwerks (Sozialpädagoginnen/Sozialpädagogen, Lehrerinnen/Lehrer, Gemeindevertreter, Vereins- und Verbandsvertreter):

         
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  Durchführung von vier eintägigen Regionalkonferenzen.

Fünftägiges Seminar zum Aufbau interdisziplinärer Planungsstrukturen zur Integration benachteiligter Jugendlicher.
 
 
   
     

Zielgruppe Handwerksmeister:

 
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Eintägige Fortbildungsveranstaltung der Handwerksmeister für wirksame Lehrkonzepte für bildungsbenachteiligte Jugendliche.

Prozesshafte Beratung bei den Projekten der Jugendlichen und Beratung bei der Erstellung von Produkten.

 
     

Zielgruppenübergreifend:

 
        -   Durchführung von 4 - 5 Informationsveranstaltungen zum Thema Demokratiepädagogik und Erscheinungsformen von Rechtsextremismus.
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7   Zielgruppen
   
     

Die Hauptzielgruppe sind männliche Jugendliche bildungsferner Milieus mit einer Affinität zur Fremdenfeindlichkeit. Weitere Zielgruppen sind:

         
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  Jugendliche mit Migrationshintergrund

Erzieherinnen/Erzieher, Lehrerinnen/Lehrer, Sozialpädagoginnen/Sozialpädagogen

Multiplikatoren
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8   Gender Mainstreaming
 
      Das Wahrnehmen und Bewusstmachen rechter Strukturen und Überzeugungen bedarf einer geschlechtsspezifischen Sichtweise, da Männer und Frauen bzw. Mädchen und Jungen hier in unterschiedlichen Aspekten ihrer sozialisierten Persönlichkeit angesprochen werden. Die Bedeutung von Anerkennung, Macht und Selbstwertgefühl gilt es besonders zu beachten. Im Begleitausschuss sind Repräsentanten von Jungenprojekten und Mädchenprojekten vertreten. Bei der Vergabe der Einzelprojekte wird darauf geachtet, dass Angebote sowohl für Jungen als auch für Mädchen gefördert werden. Bei allen Projekten ist darauf zu achten, dass die Perspektive beider Geschlechter mit bedacht wird. Bei der Auswertung der Projekte werden durch das Controlling geschlechtsspezifische Auswertungskriterien der Berichterstattung festgelegt.
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9   Öffentlichkeitswirksame Maßnahmen
         
       

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  Große öffentliche, kreisweite Auftaktveranstaltung mit Pressekonferenz zum Start der LAP

Projektimmanente Presseveröffentlichungen der Angebote und Maßnahmen

Erstellung und Veröffentlichung eines Flyers. Die Flyer werden über die Hauspost an alle Städte und Gemeinden des Landkreises Limburg-Weilburg verteilt. Zudem werden die Flyer bei den Treffen der Arbeitskreise und Arbeitsgemeinschaften im Landkreis Limburg- Weilburg verteilt

Erstellung einer Internetplattform bei der Koordinierungsstelle und aktuelle Veröffentlichung im „Netz“

Regelmäßige Veröffentlichungen in den regionalen Mitteilungsblättern der Städte und Gemeinden

Regelmäßige Berichterstattung in Arbeitskreisen und politischen Gremien des Landkreises Limburg-Weilburg
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10   Gewährleistung der internen Kommunikation zwischen den beteiligten Akteur(inn)en
         
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  Die interne Kommunikation wird durch die gegebenen Vernetzungsstrukturen im Landkreis Limburg-Weilburg sichergestellt. Ein regelmäßiger Austausch und Informationsfluss wird in dem Begleitausschuss, in der Arbeitsgemeinschaft der Jugendpflege, dem Verein für Kriminalprävention Limburg-Weilburg, dem Netzwerk gegen Rechts sowie weiteren Arbeitskreisen wie z.B. „Integration und Aussiedler“ gewährleistet. Die Vereine und Verbände werden über den Kreisjugendring Limburg-Weilburg, der eng mit dem Fachbereich Jugend zusammenarbeitet, informiert. Über die Bürgermeisterdienstversammlung, in welcher der Landrat und der Bürgermeister der Gemeinde Brechen vertreten sind, ist der Kommunikationsfluss auf der kommunalen Ebene sichergestellt.

Zum Transport der Informationen auf städtischer und gemeindlicher Ebene werden zudem Regionalkonferenzen durchgeführt.

Über die Internetplattform ist geplant, einen Email-Verteiler sowie einen News-Anzeiger einzurichten.
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11   An der Entwicklung des Lokalen Aktionsplans beteiligte Akteurinnen und Akteure
         
     

Herr Landrat Michel, Landkreis Limburg-Weilburg

Herr Dr. Schmidt, Mitglied des Bundestages

Herr Bürgermeister Schlenz, Gemeinde Brechen

Herr Zimmermann, Gesellschaft für Ausbildung und Beschäftigung

Frau Netsch, Gesellschaft für Ausbildung und Beschäftigung

Herr Röhrig, Staatliches Schulamt Weilburg

Herr Dr. Wörsdörfer, Fachbereichsleiter V a (Schule, Sport und Senioren), Landkreis Limburg-Weilburg

Herr Hebgen, Fachbereichsleiter V b (Jugend), Landkreis Limburg-Weilburg

Herr Muth, Fachbereich Jugend, Landkreis Limburg-Weilburg

Frau Eriksson, Fachbereich Jugend, Landkreis Limburg-Weilburg

Frau Weigand, Jugendbildungswerk Limburg-Weilburg

Herr Kaiser, Fachbereich Jugend, Landkreis Limburg-Weilburg

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12   Begleitausschuss
     
      Der Begleitausschuss deckt sich mit der unter Punkt 7.11.2 genannten Personengruppe. Beratende Fachleute können jederzeit zur Mitarbeit eingeladen werden. Zur Berichterstattung sollen zudem bei den einzelnen Projekten Jugendliche eingeladen werden.
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13   Ämternetzwerk
 
     

Im Ämternetzwerk arbeiten aktiv mit:

         
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  Fachbereich Jugend

Staatliches Schulamt

Fachb ereich Soziales

Fachbereich Schule, Sport und Verkehr

Gesellschaft für Ausbildung und Beschäftigung
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14   Einbindung des LAP in bestehende oder geplante Entwicklungskonzepte
         
      Im Landkreis Limburg-Weilburg gibt es eine enge Verzahnung der Akteurinnen und Akteure im Ämternetzwerk und in den verschiedenen Arbeitsgemeinschaften und Arbeitskreisen. Somit ist ein effektiver, schneller und kontinuierlicher Informationsfluss gegeben. Der Landrat ist Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses und Mitglied im Begleitausschuss zum Bundesprogramm „Vielfalt tut gut.“ Darüber hinaus ist er im Aufsichtsrat der Wirtschaftsförderung Limburg-Weilburg - Diez GmbH, an welcher der Landkreis ebenfalls beteiligt ist, vertreten. Durch den Fachbereichsleiter ist eine direkte Anbindung an die Jugendhilfeplanung sowie an die Fachausschüsse „Erziehungshilfe“ und „Jugendförderung“ gegeben. Im Begleitausschuss sind zudem Mitglieder vertreten, die am Schulentwicklungsplan des Landkreises Limburg-Weilburg mitwirken sowie in der neu gegründeten Arbeitsgruppe zum Bildungs- und Erziehungsplan. Alle relevanten Arbeitsgemeinschaften, Arbeitskreise und Netzwerke werden durch Mitglieder im Begleitausschuss vertreten. Durch den Landrat und durch den Bürgermeister der Gemeinde Brechen, der ebenfalls im Begleitausschuss vertreten ist, ist der Informationsfluss sowohl zum Kreistag als auch über die Bürgermeisterdienstversammlung zu den politischen Gremien in den Städten und Gemeinden des Landkreises sichergestellt.
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15   Angaben zum vorgesehenen Controlling der Umsetzung des Lokalen Aktionsplans
         
      Die lokale Koordinierungsstelle unterstützt Projektträger bei der Zielbildung und Zielerreichungsplanung. Sie fasst nach einem festgelegten Zeitrahmen die Ergebnisse der Einzelprojekte und deren Wirksamkeit bei der Zielgruppe zusammen, legt sie dem Begleitausschuss und Gremien mit Entscheidungsträgern vor. Sie schlägt gut funktionierende Planungs- und Kommunikationsstrukturen und deren Partizipationsverfahren in der Verwaltung und auf anderen Entscheidungsebenen vor.
Das Controlling erfolgt im strategischen Bereich über die Qualität der Wirksamkeit des LAP und dessen Kommunikationsstrukturen:
         
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Qualität des Begleitausschusses und dessen Wirksamkeit in verschiedenen Handlungsfeldern (Ergebnisse im Verwaltungshandeln und Eintreten der Erfolgsindikatoren der Schwerpunktbereiche)

Qualität der Vernetzung auf der Gemeindeebene und deren Rückkopplung auf die Entscheidungsebenen

Entwicklung von nachhaltigen Partizipationsstrukturen

         
      Auf der Grundlage der Analyse der Indikatoren und Berichte der Projekte (des operativen Controlling) werden gegebenenfalls Ziele neu definiert oder das Handlungskonzept neu angepasst. Gescheiterte Projekte sind als ein wichtiger Fundus für strategische Änderungen zu sehen und sind im Begleitausschuss und auf Entscheidungsebenen zu reflektieren.
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16   Beschreibung der geplanten Maßnahmen zur Selbstevaluation und Qualitätssicherung der Einzelprojekte
         
      Die Träger der Einzelprojekte fertigen einen Sachbericht zum Abschluss des Projektes bzw. bei länger dauernden Projekten nach mindestens 12 Monaten.
Der Sachbericht enthält neben der inhaltlichen Beschreibung des Projektes folgende Angaben:
         
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  Beschreibung der Zielgruppe

Zahl der erreichten Projektteilnehmer/innen, differenziert nach männlich/weiblich sowie ethnischer Zugehörigkeit

Zielsetzung des Einzelprojektes entsprechend der Zielsetzungen des LAP

Indikatoren, anhand derer der Erfolg des Einzelprojektes festgestellt werden kann

Nachprüfbare Aussagen zum Grad der Zielerreichung, belegt durch eben diese Indikatoren

Auflistung und kurze Beschreibung der Maßnahmen (Infoveranstaltung, Seminar, Schulung etc.), die im Rahmen des Einzelprojektes stattgefunden haben

Aussagen zu Erfolgen der Maßnahmen sowie zu den weiteren Perspektiven
         
      Eine Gliederung für den Sachbericht wird von der Koordinierungsstelle bereitgestellt.
         
      3.4   Wahlergebnisse rechtsextremistischer Parteien bei der letzten Kommunalwahl
         
      Die letzte Kreistagswahl im Landkreis Limburg-Weilburg fand im Jahre 2006 statt. Die Republikaner erreichten auf Kreisebene ein Wahlergebnis von 1,9 % und sind mit einem Sitz im Kreistag vertreten. Auffällig hierbei ist, dass die Republikaner ihren höchsten Stimmenanteil mit 3,21 % in der kleinsten Gemeinde des Landkreises erreicht haben.
         
      3.5   Zusammensetzung des Gemeinderats Ihrer Kommune bzw. des Kreistages Ihres Landkreises
         
      71

34

23

4

2

5

1

2
  Sitze gesamt davon:

CDU

SPD

Bündnis90/Die Grünen

FDP

FWG

Republikaner

WASG/Die Linke
           
      3.6   Überblick über rechtsextreme Straf- und Gewalttaten in Ihrer Gebietskörperschaft in den letzten 36 Monaten
           
      Gemäß Auskunft der Polizeidirektion Limburg-Weilburg gab es in den letzten 36 Monaten folgende Anzahl an rechtsextremen Straf- und Gewalttaten:
           
        Jahr 2004: 13 rechtsextreme Straf- und Gewalttaten

Jahr 2005: 14 rechtsextreme Straf- und Gewalttaten

Jahr 2006: 10 rechtsextreme Straf- und Gewalttaten
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