![]() |
![]() |
|
![]() |
| |
| |
Kreis
verteilt Geld für Toleranz |
|
| |
| Vereine
können 345 000 Euro für Projekt gegen Fremdenfeindlichkeit
abrufen |
| |
| Limburg-Weilburg.
Der Landkreis Limburg-Weilburg ist als einer von vier hessischen
Landkreisen vom Bundesfamilienministerium in ein Programm
mit dem Titel „Vielfalt tut gut“ aufgenommen.
Es ist gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus
gerichtet und fördert Projekte von Vereinen und anderen
gemeinnützigen Einrichtungen, die Jugendliche zu Toleranz
und Demokratie anleiten.
Nach
Angaben von Landrat Manfred Michel (CDU) stehen dafür
im laufenden Jahr 145 000 Euro und in den Jahren 2009 und
2010 jeweils weitere 100 000 Euro zur Verfügung. Koordinationsstelle
ist die vom Kreis getragene Gesellschaft für Ausbildung
und Beschäftigung (GAB). Einzelprojekte können mit
bis zu 20 000 Euro gefördert werden.
Chancen für die Mittel haben zum Beispiel Theaterprojekte
und Vorträge zum Rechtsradikalismus ebenso wie der Besuch
einer Gedenkstätte, Workshops, Stationsläufe oder
die Pflege und Dokumentation eines jüdischen Friedhofs.
Der Landrat ermunterte Vereine und kirchliche Organisationzum
Mitmachen. Allein staatliche Organisationen können nicht
gefördert werden.
Es gehört zu den Zielen, außerhalb der schulischen
Bildungsarbeit Jugendliche ohne Ausbildung, aus bildungsfernen
Familien, mit Migrationshintergrund und mit rechten Orientierungen
zu erreichen.
|
| |
 |
| |
| Sie
sind für die Umsetzung des Förderprogramms „Jugend
für Vielfalt, Toleranz und Demokratie“ im Landkreis
zuständig (von links): Katja Stephan (Coach), Stephan Zimmermann
(GAB, Leiter der Koordinationsstelle), Denise Netsch (GAB, Koordination),
Landrat und Sozialdezernent Manfred Michel sowie Martin Kaiser
vom Fachbereich Jugend des Kreises. |
| |
Sie
können über Projektarbeit Sozialverhalten erlernen,
das ihnen mit Hilfe der lokalen Wirtschaft den Zugang zur beruflichen
Integration ermöglicht.
Martin Kaiser vom Fachbereich Jugend der Kreisverwaltung ist
mit Denise Netsch von der GAB für Vorgespräche zuständig,
beide geben Tipps und sind bei der Antragsstellung behilflich.
Projekte können über mehrere Monate laufen oder auf
ein Wochenende begrenzt sein. Sie werden von einem beim Kreis
gebildeten Begleitausschuss bewilligt und müssen von einer
Fachstelle in Berlin abgesegnet werden.
Der Zuwendungsbescheid wird sodann vom Landkreis erteilt.
Mit der Berliner Soziologin Katja Stephan steht dem Landkreis
für dieses Jahr eine Fachbetreuerin (Coach) zur Seite.
„Rechtsextremismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit
schaden der Demokratie und gefährden den Zusammenhalt der
Gesellschaft“, machte Stephan deutlich. |
| |
| |
Wo
„Vielfalt tut gut“ greife, hätten die NPD-Aktivitäten
erfahrungsgemäß keine Chance |
|
| |
Dass
diese Erscheinungsformen in Deutschland weiterhin keine Randprobleme
seien, zeigten die Wahlergebnisse rechtsextremistischer Parteien
und insbesondere Entwicklungen in ostdeutschen Regionen mit
hoher Arbeit-und Perspektivlosigkeit.
Deshalb haben sich die Bundesregierung zum Ziel gesetzt, gerade
bei jungen Menschen die demokratische Kultur und das zivile
Engagement zu stärken sowie Toleranz und Weltoffenheit
zu fördern. Wo „Vielfalt tut gut“ greife, da
hätten NPD-Aktivitäten erfahrungsgemäß
keine Chance mehr. |
| |
| Informationen
und Kontakte |
| |
Das
zuständige Bundesfamilienministerium stellt das Projekt
im Internet unter www.vielfalt-tut-gut.de
vor. Der Landkreis Limburg-Weilburg informiert mit einem Faltblatt
(Vorderseite,
Rückseite)
und im Internet unter www.videto.de –
die Abkürzung von Vielfalt-Demokratie-Toleranz.
Die Koordinationsstelle bei der GAB
in Limburg, Im Schlenkert 14, ist
unter
0 64 31 - 94 76 41, Frau Denise Netsch
oder unter denise.netsch@videto.de,
zu erreichen.
Beim
Fachbereich Jugend des Landkreises
Limburg - Weilburg ist Martin Kaiser,
Schiede 43 in Limburg, zuständig
0 64 31 - 29 63 41, martin.kaiser@videto.de. |
| |
| |
Printausgabe
vom 03.04.2008 |
|
|
| |
| Fenster
schließen |
![]() |
|